ABBA, Gottschalk, 4:0 – grossartig!

Die 1. Mannschaft gewinnt das Heimspiel gegen Kilchberg-Rüschlikon mit 4:0. Und sie leistet damit ihren Beitrag zum erinnerungswürdigen Wochenende.

Was für ein Wochenende: Zuerst findet ABBA im Keller noch ein paar abgestandene Songs aus den 90-er Jahren und verkauft diese als frische Songs. Dann doppelt der andere Dinosaurier, Thomas Gottschalk, nach und moderiert mit blondierten Haaren 150 Jahre-«Wetten, dass …?» (oder so). Und wäre dies nicht alles schon bemerkenswert, setzt der FC Wiedikon noch einen drauf und jagt den FC Kilchberg-Rüschlikon im Strichkampf vom Sonntag mit 4:0 vom Heuried.

Davide Molinari, Trainer des FC Kilchberg-Rüschlikon, rief in der 29. Minute fast schon verzweifelt aufs Feld: «So, jetzt endlich aufdrehen!». Da stand es aber bereits 2:0. Pablo Kessler hatte soeben einen Corner scharf aufs Tor gezogen – und dieser landete gleich direkt im Tor. Kilchberg-Rüschlikon-Goalie Marco Bissig hatte entweder die «Wetten, dass …?»-Sendung bis am Schluss kurz vor Mitternacht geschaut und war dementsprechend noch gerädert. Oder Kesslers Ball hatte noch mehr Effet als aus der Distanz für die Zuschauer sichtbar war. Auf jeden Fall 2:0. Mit dem 1:0 von Chidi Speranza (Assist Kessler) in der 18. Minute eine beruhigende Ausgangslage.

Nicht allen der gut 250 Fans war es auf dem Heuried in der Pause allerdings so richtig wohl. Die Sabato-Elf hatte in dieser Vorrunde schon oft am Schluss mit vergebenen Chancen hadern müssen. Als Mahnmal gilt hier das 4:6 gegen Wollishofen, als der Wahnsinn als 3. Team auf dem Feld stand.

Dieser Wahnsinn sollte an diesem sonnigen Herbsttag jedoch ausbleiben: Robi de Napoli machte in der 56. mit dem 3:0 alles klar: Er hämmerte eine Traumvorlage auf der rechten Seite von Marc Lüthi gnadenlos in die Maschen. Drei Minuten machte wiederum Kessler, mit seiner Torgefahr und physischen Robustheit der Matchwinner des Tages, alles klar.

Zusammengefasst war Wiedikon die spielerisch einfallsreichere Mannschaft, war gut eingestellt auf diese Partie und zeigte keine Spuren aus den letzten Niederlagen. Zudem stimmte die Härte, die es in so einer Partie einfach braucht.

«Das Resultat stimmt, wir haben richtig reagiert auf die Rückschläge in den letzten Partien. Die Mannschaft hat auch in den Trainings nie nachgelassen. Das 4:0 ist der verdiente Lohn für sie. Grossartig!», freut sich Dino Sabato nach Spielschluss.

Trainer Dino Sabato gratuliert Nilo Cavalli zum 4:0-Heimsieg.

Abstand zum Strich, eine positive Torbilanz, neue Moral. Es folgt noch das Auswärtsspiel in einer Woche gegen Oerlikon/Polizei zum Abschluss der Hinrunde.

Freuen wir uns auf das erste Heimspiel im nächsten Jahr, am 3. April 2022 gegen Leader Regensdorf. Vielleicht ist dann Gottschalks-Jubiläums-Sendung immer noch am Laufen. Und ABBA hat vielleicht noch mehr alte Songs gefunden – diesmal unter der Matratze der Schwiegereltern. Mit Gottschalk als Sänger.

Oliver Kraaz

Matchtelegramm