Ein Punkt für die Moral

Die 1. Mannschaft und der FC Red Star 2 teilen sich in einem abwechslungsreichen Spiel die Punkte. 

Kalte Duschen und gehaltener Elfmeter

Nach dem gewonnenen Cupspiel gegen Drittligisten aus Niederwenigen stand letzten Dienstag das Meisterschaftsspiel gegen den FC Red Star 2 in der Brunau an. Nach den eher unglücklich verlorenen Meisterschaftsspielen wollten die Jungs um Trainer Sabato unbedingt punkten. Mit einem hohen Pressing versuchte der FCW das Zusammenspiel des Gegner zu unterbinden, was auch teilweise gelang. Bereits in der 8. Min. hatte Roberto Napoli eine erste Torchance. Doch dann die erste „kalte Dusche“. Ein Stürmer von Red Star setzte sich an der Grenze der Regelwidrigkeit im Strafraum gegen unsere Abwehr durch und netzte zum 1 zu 0 ein. Und dann kam es noch dicker in der 20 Min., als der Schiri ein Tackling im 16er als penaltywürdig ahndete. Hexer Dylan Kadi hielt den Strafstoss mirakulös. 

Der FCW liess sich nicht entmutigen und setzte seine Angriffsbemühungen fort. Insbesondere Aussenläufer Marc Lüthi war an diesem Abend sehr gut disponiert. Mit unwiderstehlichen Flügelläufen war er ein steter Unruheherd für die gegnerische Abwehr. In der 35. Min. spiele Brahimi eine langen Pass auf Stürmer Kadi, der mittels Kopfball nur knapp am gegnerischen Torhüter scheiterte. In der 39. Minute  dann die zweite kalte Dusche entgegen dem Spielverlauf: Ein gegnerischer Stürmer setzte sich auf der Seite durch und passte in die Mitte, wo der Mittelstürmer sich gekonnt von unserem Verteidiger gelöst hatte und auf 2 zu 0 für Red Star II erhöhte. Fazit der ersten Halbzeit: Der FCW spielte gut nach vorne, in der Defensive wurde den gegnerischen Stürmer teilweise zu viel Raum gewährt. 

Dominantes Auftreten in der zweite Halbzeit

Trainer Sabato wusste, dass an diesem Abend und gegen diesen Gegner durchaus ein Punktgewinn oder gar der Sieg drin lag. Und so wechselte er in der Pause einen zweiten Stürmer, Okorie, ein. Dieser kam bereits in der 50. Minute zum Abschluss. Der abgefältschte Schuss wurde schlussendlich durch Kessler zum Anschlusstreffer verwertet. Dieser gab den Jungs Auftrieb und das Spiel fand eigentlich nur noch in der Hälfte von Red Star 2 statt, da auch in der Defensivarbeit die Räume geschlossen und damit viele Zweikämpfe gewonnen wurden. In der 86. Min. erzielte dann Okorie den hochverdienten Ausgleichstreffer. Der FCW wollte jedoch den Sieg und mit ein bisschen Glück wäre dieser fast Tatsache geworden, als Okorie nur knapp eine weite Flanke in den Strafraum verpasste. Fazit nach Ende des Spiels: Der FCW hat auch nach den kalten Duschen nie aufgegeben und mit seinem dominanten Auftreten in der zweiten Halbzeit den Punktgewinn mehr als verdient. 

Roberto de Tommasi

Matchtelegramm

Diesen Sonntag, 26.09.2021 empfängt der FCW den FC Schlieren auf dem Heuried. Spielbeginn: 11:00 Uhr

Wer die Tore nicht macht …

Die 1. Mannschaft verliert zuhause gegen Witikon mit 0:2.

Eine der ältesten Fussballweisheiten sollte sich an diesem Sonntag wieder einmal bewahrheiten. Aber der Reihe nach: Beide Mannschaften starteten engagiert ins Spiel und versuchten das Spieldiktat an sich zu reissen. So entstanden auf beiden Seiten in der der Startphase einige Halbchancen, die ungenutzt blieben. Die erste klare Torchance gehörte dem wirbligen FCW-Angreifer Noah Kadi, der in der 25. Minute nach einer scharfen Hereingabe von Kevin Günter einen Meter vor dem Torhüter an eben diesem scheiterte. Gleich zwei Minuten später bediente Noah Kadi Kevin Günter, der jedoch etwas zu lange zögerte, sodass sein Abschluss noch durch einen gegnerischen Verteidiger geblockt werden konnte. Einige Zeigerumdrehungen später entstand gleich die dritte Grosschance für das Heimteam. Pablo Kessler eroberte bissig denn Ball im Aufbauspiel der Gegner. Seine Intervention wurde direkt zur Vorlage für Noah Kadi, der alleine auf den Torhüter losziehen konnte. Der sonst so treffsichere Stürmer konnte jedoch wiederum nicht reüssieren und schoss neben das Gehäuse. Kurz vor der Pause durfte sich Dylan Kadi nach einem guten Abschluss der Gäste aus rund 16 Metern auch noch mit einer schönen Flugeinlage in Szene setzen.

Wieder kurz nach der Pause

In der 47. Minute wurde es plötzlich hektisch auf dem Heuried. Der Gegner jubelte, das Heimteam stürmte mit ungläubigen Blicken auf den Linienrichter zu. Nach einem Durcheinander im eigenen Strafraum lag der Ball im Tor, der Linienrichter hob die Fahne und wurde später vom Schiedsrichter überstimmt. Das Tor zählte, der VAR meldete sich nicht und so stand es 0:1 für die Gäste aus Witikon. Die junge FCW-Mannschaft zeigte wiederum Charakter und versuchte weiterhin, Druck zu machen und das Spiel zu drehen. Eine gute Freistossposition in der 53. Minute liess die Hoffnungen auf den Ausgleichstreffer wieder aufkommen. Ghökan Berisha traf jedoch nur die Mauer und der Nachschuss wurde ebenfalls durch einen der vielen gegnerischen Verteidiger geblockt.

Der Genickschlag

In der 56. Minute viel der Ball, nach einer billardhaften Situation, André Mutumbua vor die Füsse. Dieser fackelte nicht lange und hämmerte den Ball in den Winkel zum 0:2. Wie bereits am Donnerstag stellte Dino Sabato danach das System um und liess die Mannschaft mit zwei Stürmen agieren. Die Wiediker waren weiterhin bemüht, jedoch etwas zu wenig konkret in ihren Aktionen. Die klaren Chancen, wie man sie in der ersten Halbzeit gehabt hatte, blieben leider aus. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war an diesem Sonntag die Effizienz.

Christian Ansorg

Matchtelegramm

Weiter im Cup

Am nächsten Samstag, 18 Uhr, trifft der FC Wiedikon im Rahmen der 2. Cup- Runde auswärts auf den unterklassigen FC Niederweningen. Die Mannschaft freut sich wiederum auf die zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.

Unglückliche Auswärtsniederlage

Regensdorf – FCW 1 1:0

20:00 Uhr, Wisacher, Regensdorf: Das Spiel beginnt – und wie! Der FC Regensdorf will von Beginn weg zeigen, wer heute zu Hause auftritt. Ein unglaublich hohes Tempo wurde angeschlagen und dem FCW kein Zentimeter Raum zum Spielen gelassen. Die Chancen zur frühzeitigen Führung für das Heimteam wurden jedoch allesamt durch Goalie Dylan Kadi, der ein starkes Spiel zeigte, und seine Mannschaft in der Startphase im Spiel hielt, zunichte gemacht. Auch die Prüfung des eigenen Mitspielers Fabian Schmidts bestand er und klärte den viel zu hoch geratenen Rückpass gerade noch mit dem Kopf ins aus.

Nach rund 20 Minuten fand der FC Wiedikon besser ins Spiel und kam zu einigen gefährlichen Aktionen über die Flügel. Die Genauigkeit der letzten Zuspiele sowie die mangelnde Strafraumpräsenz waren schuld, dass die Anhänger des FC Wiedikon in dieser Phase des Spiels nicht jubeln konnten. Nach rund einer halben Stunde kam es dann auf der anderen Seite zu einer Freistosssituation aus rund 18 Metern, vor denen Dino Sabato die Mannschaft im Vorfeld gewarnt hatte. Dylan Kadi parierte jedoch nicht nur den Freistoss, sondern auch gleich noch beide Nachschüsse.  So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Kurz nach Wiederanpfiff führte ein unnötiger Ballverlust im Aufbauspiel der Gäste zum Führungstreffer für den FC Regensdorf – eine Einladung, die man sich in einem solch umkämpften und knappen Spiel nicht leisten sollte. Die 1. Mannschaft bewies Charakter, liess sich nicht beirren und übernahm in der zweiten Halbzeit komplett das Spieldiktat. Der FC Regensdorf zog sich etwas weiter zurück, war sehr gut organisiert und zweikampfstark in der Defensive, was die Aufholjagd schwer gestalten sollte. Ab der 70. Minute wurde das FCW-System auf ein 4-4-2 umgestellt, mit der Idee, noch mehr Druck in der Offensive erzeugen zu können. Die Ansätze und die spielerische Qualität war vorhanden, die letzte Durchschlagskraft fehlte jedoch leider bis zum Schluss und so blieb es auch nach 97. Minuten bei der unglücklichen 1:0-Auswärtsniederlage.

Matchtelegramm

Vorschau

Diesen Sonntag empfängt der FC Wiedikon den FC Witikon, der sich am Donnerstag gegen den FC Oerlikon/Polizei (5:1) so richtig warmgeschossen hat. Für den FC Wiedikon gilt es, die vielen positiven Ansätze und den Kampfgeist mitzunehmen, etwas mehr Genauigkeit in den letzten Pass zu bringen und unnötige Fehler zu vermeiden. Wenn das gelingt, ist Dino Sabato überzeugt, dass die drei Punkte im Heuried bleiben werden. Die 1. Mannschaft freut sich auf die zahlreiche Unterstützung der Zuschauer. Spielbeginn ist um 11 Uhr im Heuried

Christian Ansorg

Erster Sieg mit letztem Aufgebot

Im Duell der beiden Aufsteiger setzte sich die 1. Mannschaft in einem kampfbetonten Spiel gegen Meilen mit 2:1 durch.

Bis zur letzten Minute war man sich der ganzen Sache nicht sicher. Als der Match nach etwas mehr als 90. Minuten abgepfiffen wurde und die Sprinkleranlage sofort zu spritzen begann, wirkte dies wie eine schäumender Champagner nach einem Sieg. Erleichterung und Freude.

Dabei startete Wiedikon stark. Aggressiv, gut organisiert, hoch stehend mit Pressing an der Linie – Meilen rannte, sah aber kaum Bälle, konnte nur noch reagieren. Auch die Torchancen kamen: Raphael Schlamp (14. Minute) eröffnete das Skore, Noah Kadi erhöhte (40.). Der Knackpunkt kam aber zwischen den beiden Treffern in der 30 Minute: Mit Arif Brahimi musste der Abwehrpatron ausscheiden. Bis zum 2:0 fiel durch weitere Verletzungen die ganze Innenverteidigung aus.

Trainer Dino Sabato musste improvisieren. Aufgrund der aktuell dünnen Personaldecke standen in der Folge gleich mehrere A-Junioren „kalt“ auf dem Platz. Es sollte ein heroischer Kampf werden bis zum Abpfiff.

Bis zur 49. Minute hätte zwar niemand mehr auf ein Comeback des FC Meilen getippt. Bemüht, aber häufig im Stückwerk sich verlierend, schaute wenig bei den Gelbschwarzen heraus. Bis in der 49. Minute Marco Ruckstuhl den Anschlusstreffer erzielte, bezeichnenderweise nach einer Einzelleistung. Plötzlich stand es nur noch 2:1.

Der Treffer war Gift für Wiedikon – und weckte die Lebensgeister beim Gegner. Nur 10 Minuten später hatte wiederum Ruckstuhl gar den Ausgleich auf dem Fuss. Dylan Kadi verringerte den Winkel jedoch gekonnt, so dass der Ball am Gehäuse vorbei zirkelte.

So folgten 30 Minuten des Bangens und Bibberns. Immer wieder Chancen von Wiedikon, wie in der 62. durch eine Direktabnahme von Noah Kadi, die aber wie andere Versuche an diesem Tag nicht ins Ziel fanden. Das Wiedikon wankte, aber nicht fiel, lag am starken Kollektiv. Fehler oder missglückte Aktionen wurden von Mitspielern mit doppeltem Einsatz ausgebügelt. Die drei Punkte sind nicht zuletzt auch eine eindrückliche Willensleistung.

Trainer Dino Sabato musste nach Spiel zuerst einmal durchatmen: „Ich bin überglücklich für die Mannschaft. Bis zu den Verletzungen hatte die Mannschaft grossartig gespielt, dann mussten wir kämpfen und beissen. Dass es aufgegangen ist, macht mich stolz. Die Mannschaft ist an den widrigen Umständen nicht zerbrochen.“

Oli Kraaz

Matchtelegramm

Juniorenobmann Peter Spahni und Trainer Dino Sabato nach dem hart erkämpften 2:1-Heimsieg der 1. Mannschaft.

Erfolgreicher Sonntag auf dem Heuried

Vom Erfolg der 1. Mannschaft liessen sich auch die A1-Junioren und das Frauenteam motivieren. Die ältesten Junioren verdienten sich nach einem 0:3-Rückstand noch einen Punkt gegen die Gäste aus Chiasso. Und das Frauenteam holte sich den ersten Sieg in der 3. Liga: mit einem 5:3 gegen Wallisellen.

«Wir sind heiss auf das Abenteuer 2. Liga!»

Mit dem Heimspiel gegen den FC Seefeld (Sonntag, 11 Uhr) startet der FC Wiedikon nach rund sieben Jahren Unterbruch wieder auf der 2. Liga-Bühne in die Meisterschaft. Die Freude ist gross – doch was ist zu erwarten?

«Drei bis vier Spiele, dann sollten wir den 2. Liga-Rhythmus verinnerlicht haben», rechnet Aufstiegstrainer Dino Sabato vor. Damit spricht er auf die Umstellung von der 3. Liga auf die höhere Kadenz in der 2. Liga an. Höheres Tempo, schnelleres Umschaltspiel und nicht zuletzt die Spieler mit der Erfahrung aus höheren Ligen, die in der 2. Liga spielen – da sind Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Trainer Dino Sabato ist optimistisch für die 2. Liga.

Angst hat Dino Sabato um sein Team aber keine, ohne überheblich zu sein. «Die Mannschaft hat einen unglaublichen Teamgeist, das habe ich bei keinem Verein bisher so erlebt. Und die Qualität stimmt, da lege ich meine Hand ins Feuer. Nicht nur für das ganze Team, sondern für jeden einzelnen Spieler.»

Dass die Vorbereitung nicht ideal gewesen sei – Verletzungen und Ferienabwesenheiten – sei aber kein Grund zum Jammern. «Wir werden uns entwickeln und unsern Platz in der 2. Liga finden. Das Ziel ist der Ligaerhalt, alles andere schauen wir weiter.»

Diese Zielsetzung sieht auch Präsident Roger Ansorg als realistisch: «Mit dem Aufstieg können wir uns wieder als 2.-Liga-Klub im Quartier etablieren. Mit dem 100-Jahr-Jubiläum im 2022 ist dies auch eine doppelt schöne Sache.» Es ist kein Geheimnis, dass ab der 2. Liga bereits eine andere Preisklasse besteht. Kostet demnach die diesjährige Ausgabe der 2. Liga-Mannschaft mehr als in der 3. Liga? «Wir haushalten vernünftig, wir haben eine Verantwortung für den ganzen Verein. Finanziellen Kapriolen sind nicht in unserem Sinne, daher sind die gesamten Kosten für die Mannschaft praktisch identisch mit dem Vorjahr.»

Apropos Finanzen: Die Spiele des FC Wiedikon werden auch in der 2. Liga mit freiem Eintritt sein. Matcheinnahmen soll es vor allem mit der Gastronomie, sprich mit Vereinshaus und dem Grill geben. Was aber Präsident Roger Ansorg mit Blick auf die neue Saison freut: «Endlich spielen wir wieder mit zwei Linienrichtern. Das macht für das Spiel auf und neben dem Feld viel aus.»

Den Auftakt macht die Truppe von Dino Sabbato am Sonntag gegen den FC Seefeld, eine erfahrene Mannschaft. Ein Tipp zum Spiel? Dino Sabato: «Wir sind richtig heiss auf den Saisonauftakt. Vielleicht wird spielerisch noch nicht alles klappen, aber wir werden bis zur 96. Minuten alles geben. Es würde uns freuen, wenn wir dabei von den Zuschauern lautstark unterstützt würden!»

Dem sollte nichts im Wege stehen.

Oliver Kraaz

Mutationen im Kader der 1. Mannschaft:
Neue Spieler: Okorie Vinncenth (Stürmer von Horgen), Raphael Schlamp (Verteidiger von BCO Alemannia Basel, 3.Liga).

Abgänge: Joel Jenni (2. Mannschaft FC Wiedikon), Samir Ukca (ungewiss), Andreas Albisser (BC Albisrieden Senioren), Fabio De Tommasi (Auslands-Studium in Bologna, während der Vorrunde).

Sieg zum Cup-Saisonauftakt

Die 1. Mannschaft schlägt auswärts den FC Glattal Dübendorf mit 7:0.

Eine Woche vor dem Saisonstart in der 2. Liga musste der FC Wiedikon im Cup beim FC Glattal Dübendorf ran. Der Cup sorgt ja bekanntlich immer wieder für Überraschungen aber der Viertligist war unserem Team in allen Belangen unterlegen. 

Der FCW übernahm von Anfang an das Zepter, die Tore fielen in regelmässigem Abstand. Am Schluss stand es 7 zu 0, wobei der Gegner mit diesem Resultat noch gut bedient war. 

Zu erwähnen sind insbesondere die Leistungen von Rafael Geiger, Omid Alizade und Livio Semadeni. Die drei A-Junioren haben sich in diesem Spiel, aber auch in den vergangenen Vorbereitungsspielen, hervorragend in die Mannschaft eingefügt.

Matchtelegramm

Meisterschaftsstart

Zum Meisterschaftsstart in der 2. Liga empfängt der FC Wiedikon am Sonntag, 29. August 2021 den FC Seefeld. Spielbeginn: 11 Uhr im Heuried. 

Doppelaufstieg vertagt

„Wiedikon hoch zwei“ – das war die Affiche für den 20. Juni auf dem Sportplatz Heuried. Das Damen-Team und das 1. Team der Herren trugen hintereinander an. Am Ende feierten vorerst nur das Herren-Team.

Strahlender Sonnenschein, Peters Grill mit Würsten und Hamburgern brutzelnd auf Volltouren, zahlreiche Zuschauer: alles war angerichtet für das totale Aufstiegsfest. Vor einer Woche machte die Mannschaft um die Dino Sabato bereits den Sack zu. Nach dem Cup-Spiel vom Donnerstag gegen den 2. Ligisten Unterstrass stand gegen Benfica bereits das dritte Spiel innert acht Tagen an.

Nach gut einer Stunde lag die Heimtruppe 0:2 hinten und es sah wenig nach einem festlichen Ausklang der Aufstiegswoche aus. Doch mit das 1:2 durch Fabian Schmidts wirkt wie eine 1-Liter-Dose Energy Drink: Obwohl die Partie bereits sehr intensiv auf beiden Seiten geführt wurde, legte das Heimteam einen Zacken zu und doppelte zum Ausgleich in der 83. Minute durch Marc Lüthi nach. Nur war die Hölle los – und wie in einem Hollywood-Streifen war es in der 90. Minute ausgerechnet Joel Jenni, der mit einem Traumkopfball ins Lattenkreuz das vielumjubelte Siegestor erzielte. „Ausgerechnet“ Assistenzetrainer Joel, weil es es wohl seine letzte Partie für die 1. Mannschaft war, wie man nach Spielschluss erfuhr.  Er wird sich fortan der 2. Mannschaft anschliessen, die ebenfalls noch Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga hat.

Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. Endlich konnte mit dem Fans mit den obligaten „Campeones“-Gesängen, Champagner-Duschen und „We are the Champions“-Gesängen die Rückkehr in die 2. Liga gefeiert werden.

Matchtelegramm

Aufstieg des Frauenteams vertagt

Alles war angerichtet für die 2. Aufstiegsfeier. Die Damen hatten es mit einem Sieg gegen Unterstrass in den Füssen, die unglaubliche Erfolgsstory des Teams zu krönen. Vor gut zwei Jahren gegründet, erarbeitete sich das Team um Gründerin Meret Böni innert Kürze mit grossem Einsatz eine starke Spielkultur. Mit dem Durchmarsch in die 3. Liga nach dem ersten Aufstieg in die Stärkeklasse wäre dies das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Wer bei Anpfiff um 12:45 Uhr am Spielfeldrand stand musste sich fragen: Wie um Gottes Willen kann man bei diesen Temperaturen noch Fussball spielen? Die Hitze flimmerte über dem Kunstrasen. Es sollte ein Knochenjob werden.

Die Damen mussten auf drei Stammspielerinnen verzichten, die aus privaten und beruflichen Gründen passen mussten. Das spürte man, obwohl das Kollektiv alles ausputzte, was sich an Lücken auftat. Unterstrass spielte aber gnadenlos und nutze jede Unaufachtsamkeit aus. Nach 15 Min. das 0:1, bei der Hitze ein grosser Vorteil. 0:3 stand es zur Pause, nach 60. Minuten 0:4. Immerhin: Im Gegensatz zum Trauerspiel der Schweiz gegen Italien steckte Wiedikon nie auf, zeigte Charakter und kam in der 75. Minute noch zum 1:4 per Elfmeter, den Meret Bürgi eiskalt verwertete. Und lauthals von den Zuschauern bejubelt wurde.

Mit dem 2. Aufstieg an einem Tag wurde so nichts. Mit einem Sieg im letzten Spiel kann die Promotion doch noch realisiert werden. Dann würde das „Wiediker Sommermärchen“ mit einem Doppelaufstieg doch noch realisiert werden.

Matchtelegramm

Bericht: Oliver Kraaz; Bilder: Urs Neuenschwandere

Nochmals doppelter Aufstieg?

Am Sonntag spielt die 1. Mannschaft zum Saisonabschluss gegen Benfica. Spielbeginn auf dem Heuried ist um 10 Uhr 15. Danach steigt die Feier zum Wiederaufstieg in die 2. Liga.

Bei den Frauen geht’s um den Aufstieg

Und die Hoffnung ist gross, dass später auch die Frauen feiern können. Sie spielen um 12.45 Uhr gegen Unterstrass um den Aufstieg in die 3. Liga.

Es gibt also mindestens zwei Gründe, den Sonntag im Heuried zu verbringen. Unsere Mannschaften und das Klubhausteam freuen sich auf euren Besuch!