Der FC Wiedikon und der FC Urdorf teilten sich auf dem Heuried beim 1:1 die Punkte.
Nach einer turbulenten Woche mit der Trennung vom bisherigen Trainer-Duo empfing das Fanionteam, interimistisch gecoacht von Ali Oezdemir, die starken Urdorfer. Diese hatten einen kurzen Anreiseweg und präsentierten sich daher von Beginn weg sehr präsent. Der Anreiseweg der Wiediker war noch kürzer, und deshalb war auch unsere Truppe ebenfalls hellwach – bereits beim Einlaufen in unser «Theater of Dreams».
Von Anfang an Stärke, Kompaktheit und Cleverness zeigen – und bissig sein: Das war die Devise beider Teams, die sie über das ganze Spiel hoch hielten. So war es irgendwie klar, dass klare Torchancen Mangelware waren.
Die erste Halbzeit war hochklassig. Beide Teams waren aktiv bei der Sache und kreierten hüben und drüber Strafraumaktionen. In der 10. Minute profitierte Ivan Bonfardin, seines Zeichens Ex-Pirouetten-Dreher, von einem Gewusel im Strafraum nach einem Corner der Wiediker. Den Abpraller beförderte er in die Maschen zum vielumjubelten 1:0 fürs Heimteam.
Vielumjubelt? Ja klar! Die Kulisse an diesem schönen Samstagabend war wirklich bemerkenswert. Einige der Wiediker Sympathisanten hatten den ganzen Tag auf dem Heuried verbracht und waren bester Laune. Entsprechend hatte das Team um Peter und Monica Thalmann in der Pause am Ausschank alle Hände voll zu tun.
Die zweite Halbzeit lehnte sich nahtlos an die erste an. Bei einigen Wiedikern stellte sich allerdings langsam etwas Müdigkeit aufgrund des enormen Laufpensums ein. Ali Oezdemir reagierte darauf mit Einwechslungen. Dann schlug der «Remis-Hammer» trotzdem zu: Verteidiger und Goalie waren sich nicht einig, und prompt profitierte Dominik Sommer – Zwillingsbruder von Topskorer Severin – in der 67. Minute und schob zum Ausgleich ein.
Erneut wechselte Trainer Oezdemir aus und ein, so dass die eingewechselten Spieler Mendez, Kessler und Ribeiro zwischen der 86. und der 92. Minute zu hochkarätigen Chancen kamen. Doch der Fussballgott hatte für diedsen Tag ein Unentschieden vorgesehen – und gegen ihn ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Fazit: «Gott» ist der Chef. Oder ist es gar eine Chefin?
Und übrigens: Was macht die Urdorfer so sympathisch? Zum einen: Schauen Sie auf die FCU-Website! Zum anderen: Selbst ehemalige Profis und Nationalspieler scheuen sich nicht, das letzte Bier des Abends mit den «Gegnern» zu trinken.
Roberto De Tommasi
Nächstes Spiel
Samstag, 17. Mai, 18.00 Uhr, Sportplatz Beichlen: FC Wädenswil 1 – FC Wiedikon 1