Remis zum Rückrundenstart
Der FC Wiedikon holte sich zum Auftakt der zweiten Meisterschaftshälfte ein 1:1 beim FC Horgen.
Der Start in die Rückrunde ist immer auch ein Neubeginn mit Unbekannten. Wo steht die Mannschaft nach der langen Winterpause? Sind die neuen Spieler und die nachrückenden Jungen genügend integriert? Wiedikons Trainer Marco Suppa war vor dem Spiel auf jeden Fall froh, die Qual der Wahl zu haben. Es seien sowohl starke Neuzugänge zu verzeichnen, als auch nachrückende Junioren, von denen er German Iliev sogleich in die Startformation rückte.
Klar war von Anfang an, dass auf der Horgener Waldegg immer ein zäher Gegner wartet – trotz sieben Tabellenplätzen und zehn Punkten Vorsprung aus der Vorrunde war ein so klarer Sieg wie im Hinspiel kaum zu erwarten. Die erste Viertelstunde verlief dann auch mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Dank mehrerer Nadelstiche nach vorne hielt Wiedikon immerhin das Gleichgewicht. Doch in der 18. Minute gelang es dem auffälligen linken Flügel der Gastgeber, seinen direkten Gegenspieler zu überlaufen und den Ball auf einen freistehenden Mitspieler beim Elfmeterpunkt zu passen. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und netzte zur Führung ein.
In der Folge konsolidierte sich das Wiediker Teamgefüge. Man kam zu mehr Spielanteilen und zu einigen guten Chancen, unter anderem mit Noah Kadis Lattentreffer in der 22. Minute. Der FCW war nun überlegen. Man wollte keinesfalls mit einem Rückstand in die Pause und erhöhte den Druck. Dies bot Horgen Kontergelegenheiten, von denen eine kurz vor der Pause fast zum 2:0 geführt hätte.
Marco Suppa brachte nach dem Tee mit Pablo Kessler und dem Neuzugang Rachad Ganiyou Verstärkung fürs offensive Mittelfeld und den Sturm. Er gab damit die Richtung vor, in welche das Spiel laufen sollte – nämlich nach vorne zum schnellen Ausgleich. Doch während dieser auf sich warten liess, blieb Horgen weiterhin gefährlich. Dann endlich, nach 66 Minuten, erlöste Rachad Ganiyou mit einer sehenswerten Einzelleistung die mitgereisten Heuried-Getreuen: Von der linken Seite drehte er zur Mitte, zog an mehreren aufgereihten Verteidigern vorbei, fand die Lücke und traf aus 17 Metern in die linke untere Ecke zum Ausgleich.
Die Schlussviertelstunde brachte ein hektisches Hin und Her. Die Partie hätte nun auf beide Seiten kippen können. Ein paar aus dem Ruder gelaufene Grätschen und taktische Fouls am Mittelkreis – samt den entsprechenden gelben Karten –, zeugten von Willen der Wiediker, hoch pressend die Entscheidung herbeizuführen, aber auch von einer gewissen Anfälligkeit auf Konter. Dies hätte kurz vor Spielende ins Auge gehen können: Wiedikons aufgerückte Hintermannschaft war bereits ausgespielt, als sich der zurücksprintende Ikechi Speranza gerade noch in einen Schuss werfen konnte. Damit dürfte er wohl das insgesamt gerechte Unentschieden festgehalten haben.
Silvano Speranza
NÄCHSTES SPIEL
Sonntag, 29. März, 11.15 Uhr, Heuried: FC Wiedikon 1 – SV Rümlang 1